Heimische Fischarten
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Rutte, Quappe, Trüsche. Engl.: Burbot; franz.: Lotte, Barbot, Barbotte. Der langgestreckte Körper ist vorne walzenförmig, am Schwanz seitlich zusammengedrückt. der Kopf breit und abgeplattet. Das leicht unterständige Maul mit weiter Öffnung ist mit kleinen Hechelzähnen besetzt, ebenso das Pflugscharbein. Am Kinn ein Bartfaden; das Merkmal der Dorsche, deren einzige Vertreterin im Süßwasser die Aalrutte ist. Zwei sehr kurze Barteln neben den Nasenlöchern. In der glatten, schleimigen Haut sind die winzigen, rundlichen Schuppen verborgen. Zwei Rückenflossen: eine kleine, gerundete vorn, eine sehr lange, bandartige hinten. Die kleinen, kräftigen, zum Aufstützen verwendeten Bauchflossen stehen vor den Brustflossen unter der Kehle. Lange, bandartige Afterflosse, kleine, gerundete Schwanzflosse. Der braune bis olivgrüne Rücken ist ebenso wie der Kopf und die helleren Flanken verwaschen gelblich oder olivgrün marmoriert. Bauch schmutzigweiß bis gelblich. Es gibt auch sehr dunkle, fast schwarze Stücke. Das kernige, schmackhafte Fleisch ist fast frei von Gräten. Der gierige Laichräuber wird viel zuwenig beachtet; selbst Angler sehen den heimlichen, lichtscheuen Fisch nur selten. Länge: bis 80cm selten bis 1m und bis max. 8kg schwer; Durchschnittsgewicht bis 11/2 kg im Donaudelta bis 4kg |
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Großer Stichling, auch Gemeiner Stichling. Engl.: Three-pined Stickleback; franz.: Epinoche. Schlanker, seitlich zusammengedrückter Körper, sehr dünner Schwanzstiel. Vor der Rückenflosse drei isolierte Stacheln, die durch Sperrgelenke niedergelegt bzw. hochgestellt werden können. Je ein Stachel vor den weichen Strahlen der Bauchflossen. Maul etwas oberständig; Maulspalte schräg nach oben gerichtet. Große Augen. Keine Schuppen, dafür knöcherne Platten, deren Zahl und Größe wechselt. Die beiden Brustflossen können unabhängig voneinander, auch entgegengesetzt, bewegt werden. In Verbindung mit dem Antrieb der Schwanzflosse steht der Stichling ,,rüttelnd" und erzeugt einen kräftigen Wasserstrom, der in das bebrütete Nest eindringt und dieses durchlüftet. Rücken grünlichbraun bis bläulichschwarz, Flanken und Bauch silbrig. Länge: durchschnittlich 4 bis 5 cm, selten über 7 cm |
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Mühlkoppe, Groppe, Küling; engI.: Bullhead, Millers Thumb; franz.: Chabot. Großer, breiter, etwas abgeplatteter Kopf, endständiges Maul mit großer, breiter Maulspalte. Kiefer und Pflugscharbein mit Hechelzähnen besetzt. Der sich keulenförmig nach hinten verjüngende, schleimige Körper ist nur an der Seitenlinie mit sehr kleinen dachziegelförmigen Schuppen bedeckt. Am Kiemendeckel ein kräftiger, nach oben gekrümmter Dorn. Zwei durch ein Häutchen zusammenhängende Rückenflossen mit ungeteilten, aber biegsamen Strahlen. Große Brustflossen, die fächerartig ausgebreitet werden können. Bauchflossen brustständig. Keine Schwimmblase. Färbung dem Untergrund angepaßt und daher wechselnd von dunkelbraun bis gelblich mit dunklen, verwaschenen Flecken und Bändern. Bauch schmutzig weiß. Flossenstrahlen meist bräunlich gefleckt. Länge: Durchschnittlich 10 bis 15 cm, höchstens 18 cm lang. |
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Ursprünglich wurden die Individuen in Österreich falsch bestimmt und der Art „Syrman-Grundel“ zugeordnet. Eingehendere Untersuchungen haben dies jedoch richtig gestellt. Aktuelles Zitat zur Richtigstellung: AHNELT et al., 2001 in Österr. Fischerei 54, pp 262-266. Der, ursprünglich falsche Erstnachweis als Syrman-Grundel war ZWEIMÜLLER et al., 2000 in Österr. Fischerei 53, pp 186-189 Länge: bis 25cm |
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Langer hoher Kopf, Kopflänge 4 1/2 mal in der Totallänge. Körperhöhe 5 1/2 mal in der Totallänge Kopf von der Seite betrachtet steil ansteigend. Keine Nasenröhren. Maulspalte weit, fast waagrecht, Unterkiefer nicht vorstehend. Länge: 15 bis 18cm; max. 25cm |
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Marmorgrundel; Engl.: tubenose goby Kopf höher als breit seine Länge 4 1/3 mal in der Totallänge von oben viereckig (trapezförmig), von der Seite gesehen steiler Anstieg . Kiefer gleich lang, enge Mundspalte nicht bis unter den Vorderrand des Auges. 2 bartelähnliche Auswüchse oberhalb der Oberlippe nahe den Nasenöffnungen (Nasenröhren). Oberteil der Kiemendeckel beschuppt. Olivebraun mit vieleckigen, dunkelbraunen miteinander verbundenen Flecken; zwei weißliche Flecken an der Schwanzflossenbasis, ein einzelner unter dem Auge. Alle Flossen ausgenommen die Bauchflossen mit Reihen brauner Punkte auf den Membranen. Länge: bis 11cm |
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Engl.: bighead goby Kopf von oben länglich, von der Seite gesehen flacher Anstieg, seine Länge 2 ¾ mal in der Totallänge- oberständiges Maul mit weiter Mundspalte - vorstehender Unterkiefer, die Kopflänge 2 ¾ mal in der Totallänge. Schwanzstiel länger als hoch. Unterkiefer vorstehend. Oberkopf und oberer Teil der Kiemendeckel beschuppt. Färbung graubraun mit dunklen braunen Flecken. Flossen mit dunklen Bändern. Länge: bis 22cm |
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| Wurde aus Kanada nach Europa eingeführt; in Österreich nur im Wörthersee als eingebürgert anzusehen. |
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| Aus Nordamerika 1887 von Max von dem Borne in Deutschland eingeführt, heute über ganz Mitteleuropa verbreitet. Engl.: Sunperch; franz.: Perche soleil. Der hochrückige, seitlich zusammengedrückte Fisch ist prächtig gezeichnet. Der stahlblau oder grünlich schimmernde Körper ist mit vielen braungelben bis orangefarbenen Flecken gesprenkelt. Auf dem runden Hautlappen der Kiemendeckel befindet sich ein schwarzer, manchmal auch noch ein roter Fleck; der Bauch ist rötlichgelb, die Augen sind bernsteinfarbig.
Länge: selten länger als 20 cm |
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| Der Körper ist langgestreckt und spindelförmig, mit spitz zulaufendem von oben gesehen dreieckigem Kopf, das Maul unterständig und mit Hechelzähnen versehen. Die Kiemendeckel hinten mit kräftigem Dorn, der Vordeckel ist hinten sägeförmig gezahnt. Zwei große nicht ineinander übergehende Rückenflossen. Graugelbe Flanken mit dunkelbraunen, nicht klar abgesetzten Querbinden und Flecken, der Bauch ist weißlich.
Länge: 20 bis 30 cm |
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| Fogosch, Schill, Hechtbarsch, Sandel; engl.: Pikeperch, Zander; franz.: Sandre, Brochet-perche.
Er ist zweifellos einer der schönsten und elegantesten Raubfische in unseren Gewässern. Zudem ist er ein sehr schmackhafter und geschätzter Speisefisch, der sich z.B. gegenüber dem Hecht durch das Fehlen der Gabelgräten im Rückenmuskel auszeichnet, was seinen Verzehr vereinfacht. Langgestreckter; hechtähnlicher Körper mit langer; spitzer Schnauze und weiter; endständiger Mundspalte bis hinter das Auge. Kiefer mit ungleicher Bezahnung (kleine Bürstenzähne, dazwischen große Fangzähne). Kiemendeckel mit kleinem Dorn, Vorkiemendeckel gezahnt. Augenabstand gleich oder kürzer als der Augendurchmesser, große gelbliche Augen. Kleine, rauhe Kammschuppen entlang der Seitenlinie. Wangen nackt oder nur teilweise beschuppt. Zwei voneinander getrennte Rückenflossen, die beide fast gleich lang sind. Rücken dunkel, grünlich bis grau. Flanken heller; bei Jungfischen mit 8-10 dunklen Querstreifen, die im Alter meist verwaschen sind. Bauch weißlich. Rückenflossen mit dunklen Punktreihen, Schwanzflosse mit kleinen, schwarzen Flecken. Länge: 40-70 cm, max. 130 cm; bis 15 kg und selten darüber (1963; 120 cm, 19 kg) |
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| Steinschill; Engl.: Volga pikeperch
Dem Zander sehr ähnlich, aber Rückenflosse sehr hoch. Oberkopf, Wangen und Kiemendeckel sind beschuppt. Keine Fangzähne! |
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Engl.: Danube streber Äußerlich dem Zingel ähnlich, jedoch auffallend langer, dünner und runder Schwanzstiel. Der Körper ist schlank und spindelförmig. Das Maul ist unterständig und mit Hechelzähnen versehen. Die Kiemendeckel besitzen am Hinterrand starke Stachel, der Hinterrand des Vorderdeckels ist gezähnt. Der Streber hat keine Schwimmblase. Er ist gelbbraun gefärbt und hat mehrere schärfer als beim Zingel abgegrenzte Querbinden. Länge: 12 bis 16 cm; selten über 18 cm. |
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| Schratz Engl.: Striped ruffe
Seltener Bodenfisch. Kleinwüchsiger nur in der Donau und ihren Nebenflüssen vorkommender, durch den KW-Bau stark gefährdeter Fisch, unterscheidet sich vom Kaulbarsch durch den spitz zulaufenden Kopf und die abgeplattete Stirn, langgestreckt, nicht hochwüchsig. 2 große ineinander übergehende Rückenflossen mit drei Reihen schwarzer Punkte. Die Kiemenvordeckel haben meist kurze Dornen. Einen kräftigen Dorn bemerkt man unmittelbar über der Basis der Brustflosse. Der Mund besitzt kleine, einspitzige Zähne (Hechel- oder Bürstenzähne). Der Körper ist zitronen- bis messinggelb und hat 3-4 dunkle mehr oder weniger unterbrochene Längslinien, die oberste an der Basis der Rückenflosse, die unterste in der Körpermitte. Kopf und Rücken haben einen grünlichen Ton. Länge: bis 30 cm, max. 250 g. |
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| Engl.: Ruffe, Pope; franz.: Gremille.
Gedrungener Körner mit rauhem Schuppenkleid (Kammschuppen). Großer, dicker Kopf, stumpfe Schnauze, große, bräunlichgelbe, hochstehende Augen. An der Unterseite des Kopfes flache Gruben. Zwei Rückenflossen, die nicht so scharf getrennt sind wie beim Barsch; die vordere (höhere) mit kräftigen Stachelstrahlen, die hintere mit Weichstrahlen. Die zwei ersten Strahlen der Afterflosse ebenfalls stachelig. Kiemendeckel endet rückwärts mit Dorn. Brustständige Bauchflossen. Seitenlinie unvollständig. Rücken und Flanken olivgrün bis braungrün mit unregelmäßigen dunklen Flecken, die manchmal undeutliche Längsreihen bilden. Bauch heller, Brust rötlich schimmernd. Rücken- und Schwanzflosse dunkel gefleckt. Länge: bis 20 cm, selten bis 25 cm. |
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| Barsch; engl.: Perch; franz.: Perche.
Gedrungener, verhältnismäßig breiter Körper mit hohem Rücken und kleinem Kopf. Das weit gespaltene, endständige, stumpfe Maul ist mit vielen kleinen Zähnen bewehrt. Große, rötlichgelbe Augen. Spitz nach hinten ausgezogene, dornige Kiemendeckel. Zwei aneinanderstoßende, graue Rückenflossen, die vordere. aufrichtbar, die hintere mit einem Stachelstrahl mit mehreren Weichstrahlen. Bauchflossen (mit 1 Stachelstrahl und 5 Weichstrahlen) brustständig, d.h. nahezu unter den Brustflossen angesetzt. Schwanzflosse schwach eingebuchtet. Kleine, fest in der Haut sitzende, sich rauh anfühlende Kammschuppen. Rücken dunkelgrün oder -grau, grünliche Flanken, die manchmal auch messinggelb sind, mit 6 bis 9 dunklen Querbinden. Bauch weiß. Dunkler Fleck auf dem hinteren Rand der vorderen Rückenflosse. Brustflossen gelbrot, Bauchflossen und Afterflosse zinnoberrot. Länge: Im allgemeinen bis 45 cm lang und 2 kg schwer. In vielen Gewässern, bei massenhaftem Vorkommen zwergwüchsig. |
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Engl.: Balon´s ruffe Körper kräftig, kurz und tief gebaut, setzt sich vom kurzen, stumpfen Kopf stark ab. Kiemendeckel mit zwei Dornen. Vordeckel gezähnt; zwei aneinanderstoßende, graue Rückenflossen, Oberkante des zweiten Rückenflossenteiles steht senkrecht zur Längsachse des Fisches. Stachelstrahlen der Afterflosse kräftig gebogen, der erste kürzer als der zweite; obere Augenkante über das Kopfprofil ragend. Brust- Bauchflossen, Afterflosse und unterer Schwanzteil meist ausgefranst und regeneriert. Seiten mit unregelmäßigen Flecken in 4 bis 6 Querbändern. Länge: 11 bis 12 cm. |
![]() Foto BoKu/IHG DI Dr. Ch. WIESNER |
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Engl.: Pike; franz.: Brochet Langgestreckter; schlanker seitlich nur wenig abgeflachter Körper mit weit nach hinten verlagerter Rückenflosse. Langer Kopf mit großen rötlichgelben Augen, das breite, stark bezahnte, tief gespaltene Maul mit leicht vorstehendem Unterkiefer ist mit einem Entenschnabel vergleichbar. Kiefer; Gaumenbeine und Zunge mit kräftiger Bezahnung. Die kräftige, auffallend weit zurückgesetzte Rückenflosse steht der großen Afterflosse gegenüber. Breite kräftige Schwanzflosse. Kleine Schuppen die Seitenlinie ist vielfach unterbrochen. Färbung nach Alter und Standort sehr unterschiedlich; Rücken bräunlich dunkelgrün oder schwarz, Flanken heller mit dunklen Querbändern oder Marmorflecken, Bauch weißlich bis messinggelb. Die rötlichbraune Rücken-, Schwanz- und Afterflosse mit unregelmäßigen dunklen Streifen oder Flecken. Einjährige Fische an pflanzenreichen Uferstellen meist hellgrün (Grashechte). Länge: Milchner bis 100 cm, Rogner bis 150 cm selten größer max. 2 m (1967; 35 kg). |
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| Körper mäßig gestreckt, vollständig beschuppt (verhältnismäßig große Schuppen) auch Kopf oben und seitlich und auch am Kiemendeckel. Stumpfe Schnauze mit gewölbter Stirn. Schwanzflosse abgerundet. Färbung rötlichbraun mit dunklen Flecken bzw. Schuppenrändern.
Länge: bis 9 cm selten bis 11,5 cm. |
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| Flußaal, Steigaal, Blankaal, Silberaal, Gelbaal, Sommeraal, Spitzkopf, Breitkopf. Engl.: Eel; franz.: Anguille; Montee (der aufsteigende Jungaal).
Langgestreckter, schlangenähnlicher, vorne drehrunder, nach hinten seitlich zusammengedrückter, kräftiger muskulöser Körper. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum. Zwei kleine Brustflossen, keine Bauchflossen. Dicke, schleimige Haut, in der die winzigen, länglich ovalen, nicht zusammenhängenden Schuppen verborgen sind. Kleine Augen. Die Augen sind in bezug auf ihre Lage und Größe sehr variabel. Bei reifen, zum Laichen abwandemden Aalen (Blankaalen) nehmen sie stark an Größe zu und können bis zur Hälfte des Kopfes ausmachen.Bei zunehmender Reife im Meer werden sie sogar noch größer, so dass der ganze Aalkopf nur noch aus Augen zu bestehen scheint. Die senkrecht hinter den Brustflossen stehenden Kiemenspalten sind sehr klein und eng. Färbung am Rücken dunkelgrau bis blauschwarz, dunkelbraun oder olivfarben. Länge: Männchen bis 50cm und ca. 180g; Weibchen bis 150 cm und 6 kg. |
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| Waller, Weller, Schaid, Schaiden. Engl.: Cat; franz.: Silure, Glane.
Langgestreckter, vorn dicker und plumper, hinten zusammengedrückter Körper, der in einem verhältnismäßig dünnen, aber muskulösen Schwanz endet. Breiter, massiger, abgeplatteter Kopf mit sehr großem Maul, das mit zahlreichen kleinen, kegelförmigen, mit der Spitze nach hinten gerichteten Zähnen besetzt ist. Sehr kleine, ausdruckslose Augen mit schwarzgelb gefleckter, von einem schmalen Goldsaum umgebener Iris. Sehr lange, bandartige Afterflosse, die sich fast bis an die Schwanzflosse ausdehnt. Kräftige Brustflossen, auffallend kleine Rückenflosse. Keine Schuppen. An der Oberlippe in jedem Maulwinkel ein sehr langer, willkürlich beweglicher, heller Bartfaden, der bis hinter den Ansatz der Brustflossen reicht. Am Unterkiefer bzw. am Kinn vier kurze, dünne Barteln, die nicht willkürlich bewegt werden können. Besonders gut entwickeltes Gehör (Webersche Knöchel). Färbung wechselnd. Der Rücken ist schwarzblau, olivgrün oder dunkelbraun und meist ebenso unregelmäßig marmoriert wie der gelbliche Bauch. In der Jugend ist die Färbung ähnlich, doch zeichnen sich die Marmorierung und die Seitenlinie deutlicher ab; die dunklen Brust- und Bauchflossen zeigen eine gelbliche Binde, während sie bei älteren Welsen rötlich gesäumt sind. Rücken- und Schwanzflosse können einen violetten Schimmer haben. Fleisch weich, fett und wohlschmeckend. Hohes Alter (bis etwa 8O Jahre). Länge: kann bis 3m und 300kg schwer werden(Donaudelta etc.), in Mitteleuropa bis 150kg, in den Donauausständen Wallsee, Emmersdorf und Rossatz wurden bereits Welse mit 43kg und einer Länge bis 1,5m gefangen; in der Alten Donau bei Wien Welse über 60kg |
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| Dorngrundel, Steinschmerle; engl.: Loach; franz.: Loche de riviere
Der Bartgrundel ähnlich, die sechs Bartfäden an der Oberlippe sind kürzer. Beiderseits unter dem Auge befindet sich ein zweispitziger Dorn, der zurückgelegt in einem Sperrgelenk aufgestellt werden kann. Möglichkeit der Darmatmung. Sehr kleine Schuppen. Grundfarbe gelblichbraun (sandfarben). Über Rücken und Flanken mehrere wellige dunkle Längsstreifen, unterhalb der verkümmerten Seitenlinie eine Reihe großer, brauner, hell umrandeter Tupfen. Ein braunschwarzer Strich zieht sich von der Schwanzwurzel durch das Auge zur Schnauzenspitze. Flossen gelblichweiß, Rücken- und Schwanzflosse mit Reihen dunkler Flecken. Männchen mit verdicktem zweiten Bauchflossenstrahl. Länge: 8 bis 10 cm. |
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| Moorgrundel, Schlammbeißer, Wetterfisch, Wettergrundel. Engl.: Weatherfish; franz.: Loche d' etang.
Auffallend langgestreckter, vorn walzenförmiger, hinten flach zusammengedrückter Körper. Unterständiges Maul mit enger Maulspalte. Zehn Bartfäden, davon sechs längere an der dicken Oberlippe, vier kürzere an der Unterlippe. Die winzigen Schuppen sind in der schleimigen Haut verborgen. Kleine Flossen. Sehr kleine Augen. Färbung gelbbraun, am Bauch dunkelgelb. Auf dem Rücken und in der Mitte des Körpers je ein breiter, dunkler Längsstreifen, an der Unterseite ein weiterer dünner Längsstreifen; zwischen diesen Streifen zahlreiche dunkle Punkte und Flocken, die oft zu einer marmorierten Zeichnung zusammenfließen. Der Sch. kann die Kiemenatmung teilweise durch Darmatmung ersetzen. Bei starker Erwärmung des Wassers kommt er an die Oberfläche und schluckt Luft. Trockenperioden übersteht er im Schlamm vergraben. Als ,,Wetterfisch" zeigt er nahende Gewitter durch unruhiges Hin- und Herschießen an. Länge: durchschnittlich 20 bis 25 cm, im Osten bis 50 cm lang. |
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Engl.: goldside loach In der Gestalt wie der Steinbeißer, aber der Körper relativ länger, auch die Barteln länger. Schwacher Fettkiel an der Unterseite des Schwanzstiels. Bei den geschlechtsreifen Männchen sind die Körperseiten etwas verdickt, beim laichreifen Weibchen die seiten stark vorgewölbt. Spalt des Augendorns genau unter der Augenmitte, Körperseiten und Schwanzstiel mit schönem Goldglanz. Längs der Rücken- und Seitenmitte eine Reihe großer dunkler Flecken. Rücken- und Schwanzflosse mit dunklen Punkten. Länge: bis 14cm. |
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| Bachschmerle, Bartgrundel, Steingrundel; engl.: Stone Loach; franz.: Loche franche
Drehrunder, nur am Schwanzstiel seitlich etwas abgeflachter Körper. Enge unterständige Maulspalte, sechs Bartfäden auf dem Oberkiefer. Vordere Nasenöffnung röhrenförmig und lang. Sehr kleine dünne Schuppen, die auf Vorderrücken und Brust fehlen. Schwanzflossenrand nicht oder nur schwach eingebuchtet. Schlundzähne einreihig. Rücken und Flanken grau bis bräunlich, mit dunkleren Flecken und Marmorierungen. Bauchseite weiß. Rücken- und Schwanzflosse mit dunklen Punktreihen. Länge: 8 bis 12 cm; max. 16cm |
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| Dem Brachsen ähnlich, jedoch nicht so hochrückig; kleinwüchsig. Endständiges Maul mit enger, schräg nach oben gerichteter Maulspalte. Kleiner Kopf. Auffallend lange Afterflosse, kleine, hohe Rückenflosse. Der untere Lappen der Schwanzflosse ist etwas länger als der obere. Kopf und Rücken dunkel (bräunlich, bläulich oder grünlich), Flanken silberglänzend, mit gelblicher Tönung, Kehle rötlich. Brust- und Bauchflossen gelblich, die übrigen Flossen weißlich mit bläulichen oder rötlichen Säumen.
Länge: durchschnittlich 25 cm, selten bis 35 cm. |
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| Sape, Dornbrachsen, Pleinzen, Scheibpleinzen, Steinbrachsen.
Seitlich stark zusammengedrückter Körper. Die großen, weit vorn liegenden Augen springen halbkugelig vor, das Maul ist leicht unterständig, die Schnauze hochgewölbt, stumpf und dick. Die sehr lange Afterflosse reicht fast bis zum Ansatz der Schwanzflosse, deren unterer Lappen verlängert ist. Abweichend von den meisten Fischen ist der Z. ziemlich gleichmäßig gefärbt. Das Silberweiß der Flanken ist auf dem Rücken kaum dunkler. Die Flossen sind weißlich, Rücken- und Afterflosse am Außenrand dunkel gesäumt. Länge: durchschnittlich 30 bis 40 cm, selten bis 60 cm. |
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| Der langgestreckte Körper ähnelt dem des Steingresslings. Die Barteln reichen bis zum Augenhinterrand. Die Kehle ist nackt. Rücken- und Schwanzflosse haben keine Flecken oder Streifen (Name)
Länge: 10 bis 12cm; max. 13cm |
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| Langgestreckter, seitlich wenig abgeflachter, fast spindelförmiger Körper. Maul stumpf und unterständig – Schlundzähne. Rücken schwärzlichgrau mit metallisch blauem Ton. Seiten silbern. Bauch weiß bis silbern. Unterhalb des Auges beginnt eine rußige, blaurote Längsbinde bis zur oberen Schwanzflossenbasis, nicht immer in gleicher Stärke vorhanden – besonders ausgeprägt in der Laichzeit. Flossenbasen zart orangefarben – in der Laichzeit leuchtend orangerot
Länge: 12 bis 18 cm (max. 25 cm). |
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| Wie Gründling. Die Bartfäden reichen zurückgelegt bis hinter das Auge. Kehle beschuppt. Große Schuppen, 40 bis 42 entlang der Seitenlinie. Schlundzähne zweireihig. Rücken graubraun bis schwärzlichgrau, mit 5 dunklen, verwaschenen Querbinden, die bis zur Seitenlinie reichen. Flanken heller, grausilbern. Bauchseite weiß. Alle Flossen gelblich. Rücken und Schwanzflosse mit 1 bis 2 dunklen Punktbinden.
Länge: 10 bis 12cm; max. 15cm |
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Tolstolob; engl. Silver-carp. Ist vom Marmorkarpfen schwer zu unterscheiden. Marmorkarpfen und Tolstolob können vor allem am Unterkiefer unterschieden werden. Dieses ist beim Marmorkarpfen deutlich stärker ausgeprägt als beim Tolstolob. |
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Länge: bis 1m; Gewicht bis über 20 kg |
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Anmerkung: Bei der Beschreibung der allochthonen Cypriniden danken wir Hrn. Mag. R. HEUBERGER vom Verband der Österr. Arbeiter – Fischerei - Vereine (VÖAFV) für die Mitarbeit und die obigen Bilder für die Unterscheidung der beiden eingebürgerten asiatischen Cypriniden. |
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| Ziege, Messerfisch, Messerkarpf, Zicke.
Messerförmiger Körper mit fast gerader Rückenlinie und scharfkieligem, tief gesenktem Bauch. Die tief angesetzte Seitenlinie ist mehrfach gekrümmt Oberständiges Maul mit steil nach oben gerichteter Maulspalte. Große Augen. Die sehr kleine Rückenflosse steht weit hinten über der langen, niedrigen Afterflosse. Auffallend lange, kräftige, spitze Brustflossen, sehr kleine Bauchflossen. Nacken stahlblau oder blaugrün, Rücken bräunlich. Flanken silberhell mit rötlicher Tönung. Brustflossen, Rücken- und Schwanzflosse grau mit gelblichem Anflug, Bauch- und Afterflossen rötlich. Länge: bis 40 cm, selten bis 60 cm und 2 kg schwer. |
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| Schußlaube, Steinlaube; franz.: Ablette spirlin, Spirlin.
Der Laube entfernt ähnlich, jedoch ist der Körper gedrungener, der Rücken höher, das Maul endständig. Die große Afterflosse beginnt erst hinter der Rückenflosse. Sicheres Merkmal: Die nach unten ausgebuchtete Seitenlinie ist von einer doppelten Reihe schwarzer Punkte eingefasst („Schneidernaht“). An den Flanken, oberhalb der Seitenlinie, ein breites, dunkles Band, das vom Auge bis zur Schwanzwurzel verläuft. Rücken braungrün bis blaugrün, Flanken und Bauch silberglänzend. Die Flossen zeigen eine hellorangegelbe Färbung, an Ihrer Basis finden sich oft gelbrote Flecken. Länge: bis 15 cm. |
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| Viele Namen. Engl.: Tench; franz.: Tanche.
Die Schleie ist vom Angler besonders leicht zu identifizieren. Wenn auch ihre Farbe noch der jeweiligen Umgebung variieren kann, ist dicke Schleimschicht, die ihre Haut bedeckt, ein besonderes Charakteristikum. Diesem Schleim wurde übrigens in früheren Zeiten von vielen Menschen eine Heilkraft bei verschiedenen Gebrechen zugeschrieben (Fabel). Gedrungener, kräftig gebauter Körper mit hohem Schwanzstiel. Kleine Augen. Kleine, endständige Mundspalte, 1 Bartfaden an jedem Mundwinkel. Winzige Schuppen, tief in die dicke, schleimige Oberhaut eingebettet. Alle Flossen abgerundet. Männchen mit verlängerten Bauchflossen, Schwanzflosse nur schwach eingebuchtet. Schlundzähne einreihig. Rücken meist dunkelgrün oder dunkelbraun Flanken heller mit Messingglanz, Bauchseite gelblichweiß. Länge: 20-30 cm, max. 70 cm und 6 kg. |
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| Rapfen; engl.: Chrup; franz.: Aspe
Langgestreckter, seitlich etwas abgeflachter Körper. Das oberständige Maul ist tief gespalten. Der etwas verlängerte, vorstehende Unterkiefer besitzt einen Höcker, der in eine Kerbe des Oberkiefers paßt. Kleine Schuppen, verhältnismäßig kleine Augen. Der Bauch bildet zwischen Bauchflossen und After eine Kante. Tief ausgeschnittene Schwanzflosse. Schlundzähne zweireihig. Rücken und Oberseite des Kopfes olivgrün, mit bläulichem Schimmer. Flanken heller, mit gelblichen Schimmer. Bauchseite silbrigweiß. Brust- und Bauchflossen sowie Afterflosse grauoliv mit rötlicher Tönung. Weißes, wohlschmeckendes Fleisch, aber sehr grätenreich. Länge: 5o - 75 cm, max. 120cm. |
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| Zährte, Blaunase, Näsling, Rüßling, Sichling, Sindel.
Gestreckter seitlich abgeflachter Körper. (Länge zu Höhe ca. 4:1). Unterständige hufeisenförmig gebogene Maulspalte, mit stark vorspringender, runder, fleischiger schwarzer Schnauze (Verwechslung mit Nase) jedoch Unterlippe ohne hornigen Überzug (Hornränder). Große Augen; stark ausgeschnittene Schwanzflosse; Schlundzähne einreihig. Rücken und Oberseite des Kopfes graublau, Flanken heller, oft mit matt rötlicher Tönung; Bauch silberweiß. Rücken- und Schwanzflosse dunkelgraublau, übrige Flossen hellgelb mit rötlicher Tönung an der Basis. Schnauze schwarz bis blauschwarz (Rußnase, Blaunase). |
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Länge: bis 50cm und 1kg (1962; 1,5kg) |
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| Engl.: Rudd; franz.: Rotengle.
Dem Rotauge ähnlich, jedoch im Unterschied zu diesem; leicht oberständiges Maul mit schräg nach oben gerichteter Maulspalte; Schuppen zwischen Bauchflossen und Afterflosse, diese ist nicht gerundet, sondern bildet eine scharfkielige Bauchkante; Augen nicht rot, sondern goldglänzend; Vorderrand der Rückenflosse steht über dem hinteren Ende der Bauchflosse. Bauch- After- Schwanz- und Rückenflossen rot, an der Basis dunkelgrau, Schlundzähne zweireihig. Die Grundfärbung wechselt. Rücken und Oberseite des Kopfes meist braungrün, Flanken messinggelb, Bauch silberweiß. Länge: über 40 cm lang und bis 1,5 kg schwer, ausnahmsweise auch schwerer. |
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Körper spindelförmig, im Querschnitt fast drehrund; Mundspalte klein. Maul leicht unterständig, gerundete, vorragende Schnauze; Männchen zur Laichzeit mit starkem, fast dornigem Laichausschlag auf dem Kopf und der oberen Körperhälfte. Rücken schwärzlichgrün, nach den Seiten aufhellend. Bauch silberweiß. Flossen grau bis graugrün, durchscheinend. Zur Laichzeit mit roter Bauchseite. Länge: bis 70 cm |
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| Aland, Orfe, Seider Gängling, Rohrkarpfen; Engl.: Ide; franz.: Ide melanote, Orfe.
Der Nerfling hat gleich dem Döbel, dem er ähnelt, einen gedrungenen, seitlich etwas zusammengedrücktem Körper; er ist jedoch schmaler und hochrückiger, Kopf und Maul sind kleiner, auch weist sein Schuppenkleid nicht die netzartig schwärzliche Zeichnung des Döbels auf. Der Hinterrand der Afterflosse ist deutlich eingebuchtet. Das endständige Maul ist eng und schräg nach oben gespalten. Zwei Reihen von Schlundzähnen. Mittelgroße Schuppen; Rücken und Oberseite des Kopfes schwarzblau oder dunkelgraublau, Flanken und Bauch silberhell, zur Laichzeit messinggelb. Rücken- und Schwanzflosse graublau, die übrigen Flossen rötlich. Länge: bis 60 cm, selten bis 80 cm und 8 kg schwer. |
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Näsling; engl.: Makrel; franz.: Nase Langgestreckter, etwas zusammengedrückter, spindelförmiger Körper. Weit vorragende, stumpfe Schnauze (Name). Stark unterständiges quergestelltes Maul mit bernsteingelben, scharfen Hornrändern. Auffallend das schwarze Bauchfell. Rücken schwärzlichgrün oder dunkelblaugrau, Flanken matt silberglänzend. Bauch gelblichweiß, zur Laichzeit mit rötlichem Schimmer. Rücken- und Schwanzflosse dunkelgrau mit rötlichem Anflug, die übrigen Flossen gelblichrot bis violett. |
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| Sonnenfischchen, Zwerglaube; franz.: Able de Heckel.
Schlanker, seitlich etwas zusammengedrückter Körper. Oberständiges, kleines, schräg nach oben gerichtetes Maul. Verkümmerte, höchstens über zwölf Schuppen reichende Seitenlinie. Schuppen leicht ausfallend. Große Augen. Rücken olivgrün, Flanken und Bauch silberweiß, manchmal schwach golden oder violett schimmernd. Flossen hellgelb oder weißlich. Länge: Durchschnittlich 8 bis 10 cm lang. |
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Ist vom Tolstolob (Silberkarpfen) schwer zu unterscheiden. Länge: bis über 1 m, Gewicht bis 50 kg |
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Anmerkung: Bei der Beschreibung der allochthonen Cypriniden danken wir Hrn. Mag. R. HEUBERGER vom Verband Österr. Arbeiter – Fischereivereine (VÖAFV) für die Mitarbeit und die obigen Bilder für die Unterscheidung der beiden eingebürgerten asiatischen Cypriniden. |
| Seelaube, Schiedling.
Nahe Verwandte der Laube. Wird größer als diese, die Zahl der Schuppen ist höher. Der nach oben stehende, verdickte Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Rücken- und Schwanzflosse zeigen meist einen schwärzlichen Anflug. Rücken blaugrün, Flanken silbrigweiß. Länge: bis 40 cm |
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| Ukelei, Grasel, engl.: Bleak; franz.: Ablette
Schlanker, langgestreckter seitlich abgeflachter Körper. Kleines oberständiges Maul, steil nach oben gerichtete Maulspalte. Vorstehender, nicht verdickter Unterkiefer. Kiel zwischen Bauchflossen und After schuppenlos. Feine leicht abfallende, mittelgroße Schuppen, aus denen unter Zugabe von Ammoniak die Guaninkristalle für die Herstellung künstlicher Perlen gewonnen werden. Afterflosse deutlich länger als die Rückenflosse. Die Afterflosse beginnt unter dem Hinterende der Rückenflosse. Schlundzähne zweireihig, gesägt. Reusendornen lang, dicht stehend. Rücken grau- bis blaugrün, Flanken und Bauchseite stark silberglänzend. Rücken- und Schwanzflosse hellgrau bis grünlich. Paarflossen und Afterflosse weißlich mit orangefarbenem Ansatz. Gesellig lebender Oberflächenfisch, sowohl in der Ufer- als auch in der Freiwasserzone. Er bevorzugt ruhige Stellen und meidet trübe Gewässer und allzu dichten Pflanzenwuchs. Laichzeit Länge: 12 bis 15 cm, max. 22 cm. |
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| Langgestreckter fast drehrunder Körper. Maul unterständig, 2 lange Bartfäden welche bis zum Augenhinterrand reichen. Rücken schwärzlichgrau, mit undeutlichen Flecken zur grausilbernen Seite. Bauch weiß. Rücken- und Schwanzflosse haben 1 bis 3 dunkle Binden.
Länge: 10 bis 12cm; max. 15cm. |
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Donaukarpfen Stammform des Karpfens. „Schuppenkarpfen“ mit gestrecktem seitlich zusammengedrücktem Körper. Endständiges, unbezahntes vorstülpbares Maul. 4 Bartfäden [Barteln(2 lange, 2 kürzere)] von denen die 2 größeren etwa am Mundwinkel, die zwei kleineren über der Oberlippe sitzen. In den Barteln scheint weniger der Tast - als der Geschmackssinn konzentriert zu sein. In drei Reihen angeordnete Schlundzähne. Relativ große Augen. Lange Rückenflosse mit eingekehltem Oberrand, die sich fast bis zum Schwanzansatz zieht. Die stark eingeschnittene Schwanzflosse besteht nur aus Weichstrahlen. Der jeweils längste Strahl der Rückenflosse und der kurzen Afterflosse ist hinten sägeartig gezackt. Der dunkle Rücken schwankt in der Färbung zwischen graugrün und schwarzgrün, Bauch weiß bis goldgelb. Flossen graugrün mit bläulichem Ton, oft auch rötlich. Länge: 35 bis 50cm; max. 1,2m bis 30 kg |
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![]() Landesfischermeister Dr. A. Öckher und Präs. Ing. M. Schremser beim Wildkarpfenbesatz mit vielen Zuschauern |
Oft kann ein Flussabschnitt allein die unterschiedlichen Lebensraumansprüche nicht abdecken, sodass diese Fischart saisonale Wanderungen unternimmt. Dabei kann als bestätigt angenommen werden, dass diese Fische im Laufe ihres Lebens mehrere hundert Kilometer Fluss durchstreifen. Der Wildkarpfen ist ein exzellenter Lebenskünstler. Er besitzt die Fähigkeit sich an seine Lebensbedingungen, wie selten ein anderer Fisch, anzupassen. Seine Genügsamkeit bei der Nahrungsaufnahme ist verblüffend. Die Hauptnahrung dieses Fisches besteht aus sämtlichen Wasserinsekten, Larven, Würmern, Zoo-Plankton, verschiedene Samen, Algen sowie Fischbrut. Seine Nahrungsaufnahme erfolgt bis zu einer Wassertemperatur von 3° - 4° C. Der niedrige Sauerstoffverbrauch liegt weit unter dem des Hybridkarpfen und ist mit der Karausche vergleichbar. Durch sein dichtes, stabiles Schuppenkleid ist er weitläufig vor blutsaugenden Parasiten, wie z. B. Karpfenlaus und Fischegeln geschützt. Seine charakteristische Körperform (langer, schlanker Rumpf) ist sehr von seiner Nahrungsaufnahme abhängig. Wildkarpfen denen reichlichst Nahrung zur Verfügung steht, können von ihrer Idealkörperform etwas abweichen und leicht in die hochrückige Form übergehen. Beim Aussetzen in Naturgewässer bildet sich die Körperform innerhalb eines Jahres wieder in die charakteristische, schlanke Urform zurück. |
![]() Wildkarpfen am Weg in die Freiheit |
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Heute wird in unseren Donaurevieren jedes Jahr eine stattliche Anzahl von Wildkarpfen ausgebracht und auch in der Thaya im Waldviertel werden Projekte forciert. In der Fischereiverordnung 2002 des Bundeslandes NÖ wurde die Forderung, dem Wildkarpfen eine besondere Schonzeit (1. Mai bis 30. Juni) zuzuweisen, entsprochen. |
![]() Ein Wildkarpfen wird zurück gesetzt |
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Engl.: Carp; franz.: Carpe
Bei den Zuchtformen deren Körperform gestreckt oder hochrückig sein kann unterscheidet man:
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Zeilkarpfen, mit einer oder selten mehreren Reihen von gleich großen Spiegelschuppen auf den Körperseiten entlang der Seitenlinie.
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Spiegelkarpfen, mit unregelmäßig verteilten, verschieden großen Spiegelschuppen. Vom Kopf bis zum Schwanz verläuft am Rücken meist eine kontinuierliche Reihe von Schuppen und auch der Schwanzstiel ist beschuppt.
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Lederkarpfen (Nacktkarpfen) ohne oder mit nur wenigen Schuppen. Die Zuchtformen werden aus Gründen der leichteren Beschaffbarkeit heute meist für Besatz verwendet ohne der Wassertemperatur wegen in unseren Fließgewässern laichen zu können. Deshalb sollte der Zucht von Wildkarpfen der Vorzug gegeben werden. Schon Einkreuzungen von Zuchtkarpfen mit Wildkarpfen zeigen deutliche höhere Bereitschaft zu laichen.
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Länge: 35 bis 50cm; max. 1,2m bis 30 kg |
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| Bauernkarpfen, Moorkarpfen, Schneiderkarpfen, Gareisel u.a. Engl.: Crucian-carp; franz.: Carassin
Dem Schuppenkarpfen ähnlich, der Körper ist sehr hoch und seitlich etwas zusammengedrückt, keine Barteln, Auf der Schwanzwurzel befindet sich, vor allem bei den jüngeren Fischen, ein kleiner dunkler Fleck („Petrusfleck“) – dieser fehlt beim Karpfen. Hoher Rücken, besonders im Alter; sehr lange und hohe Rückenflosse mit leicht nach außen gewölbtem Oberrand. Schwanzflosse nur leicht eingebuchtet. Lückenloses Schuppenkleid. Rücken dunkelolivegrün, Flanken gelblichgrau, Bauch messinggelb. Brust-, Bauch- und Afterflosse grau mit rötlichem Anflug. Länge: meist bis 30cm und 1kg, selten über 2kg (1963; 2,65kg) |
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| Engl.: Dace; franz.: Vandoise.
Kleinwüchsiger, schlanker Cyprinide, dem Döbel ähnlich. Der Kopf ist jedoch schmäler, das unterständige, vorstülpbare Maul kleiner und enger; die kleineren Schuppen sind nicht dunkel umsäumt. Der Hintergrund der Afterflosse ist nach innen eingebogen. Die Schwanzflosse ist stark ausgeschnitten. Grundfarbe heller, der Silberglanz der Schuppen lebhafter, die Flossen blasser. Rücken blauschwarz. Flanken und Bauch weißglänzend oder gelblich. Die paarigen Flossen und die Afterflosse sind blaßgelb bis orangerot, Rücken- und Schwanzflosse grau bis dunkelgrau. Länge: Meist nur bis 30 cm lang und etwa 300 g schwer, selten bis 40 cm und 500 g. |
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| Blicke, engI.: Bream FIat; franz.: Bordeliere.
Ein dem Blei sehr ähnlicher hochrückiger Cyprinide. Vom Blei unterscheidet sich die oft massenhaft vorkommende G. durch das weit vorn sitzende Auge, dessen Durchmesser größer als die Schnauzenlänge ist, die an der Basis rot gefärbten Brust und Bauchflossen und die etwas kürzeren, nicht bis zum Ansatz der Bauchflossen reichenden Brustflossen. Die Schlundzähne stehen doppelreihig, nicht in einer Reihe wie beim Blei. Wegen der Größe und Derbheit der Schuppen fühlt sich die G. härter und rauher an als der Blei mit seinen weicheren, schleimüberzogenen Schuppen. Länge: durchschnittlich 20 cm, höchstens 30 cm lang. |
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Gressling Spindelförmiger Körper mit langem dünnen Schwanzstiel. Langer niedriger abgeplatteter Kopf mit nach oben gestellten Augen. Am unterständigen Maul sitzt in den Winkeln je 1 Bartel. Die Bartel reichen höchstens bis zur Augenmitte. Rücken- und Afterflosse sind nur kurz. Beim Männchen sind die Brustflossen groß und reichen fast bis zur Basis der Bauchflosse. Auf den Körperseiten befinden sich 7 bis 11 blauschillernde Flecken bzw. Querbinden. Länge:10 bis 15cm; max. 20cm |
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Amurkarpfen, Weißer Amur; engl.: grass-carp Länge: bis 120 cm lang und 50 kg schwer. |
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![]() Marmorkarpfen zum Vergleich |
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Silberkarausche Der Giebel beansprucht den selben Lebensraum wie die Karausche und wird oft mit derselben verwechselt, besonders dann, wenn die unterschiedlichen Merkmale nicht besonders ausgeprägt sind, deutlichstes Merkmal ist der Knick im Nacken und das Fehlen des schwarzen Fleckes auf der Schwanzwurzel. Gestreckter, hochrückiger; seitlich abgeflachter Körper Keine Bartfäden. Große Schuppen; Rückenflosse hoch und lang, mit geradem oder nach innen gewölbtem Rand. Schwanzflosse eingebuchtet. Endständiges, nach oben gerichtetes, kleines Maul. Die Schuppen des Giebel sind größer als die der Karausche. Rücken dunkelgrau bis olivgrün, Seiten heller, Bauch gelblich – gelbbraun, mit Silberglanz. Keine Maulbarteln. Schlundzähne einreihig. Erster Kiemenbogen mit Reusendornen länger und dünner als bei der Karausche. Bauchfell schwarz pigmentiert. Länge: 15-35 cm, max. 45 cm; max. 3kg. Allgemeines: Der Goldfisch {C. au. auratus) gleicht im Körperbau dem Giebel, besitzt jedoch etwas größere Schuppen. Er stammt aus Ostasien. |
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| Donaunerfling, Frauenfisch; Engl.: Danube roach
Der dem Nerfling ähnliche F. hat im Gegensatz zu diesem ein unterständiges Maul und eine etwas vorspringende Schnauze. Der auffallend kleine Kopf, das unterständige Maul und die großen Schuppen verleihen dem Frauennerfling ein sehr markantes Äußeres. Gestreckter, leicht hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper. Derbe Schlundknochen, einreihige Schlundzähne. Afterflosse gerade bis leicht eingebuchtet. Rücken und Oberseite des Kopfes grünlich, Flanken und Bauch metallisch blau oder grün glänzend. Rückenflosse matt bläulichgrün mit metallischem Glanz, die tief eingeschnittene Schwanzflosse rötlich mit grauem Saum, Brustflossen weißlich, Bauchflossen und Afterflosse an der Basis rötlich. In der Laichzeit kräftig rot gefärbt. Länge: bis 50 cm lang und 2 kg schwer. |
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| Pfrille; engl.: Minnow; franz.: Vairon
Langgestreckter, fast drehrunder Körper, nur am Schwanzstiel seitlich abgeflacht. Kleines, endständiges Maul. Kleine Schuppen. Seitenlinie meist unvollständig, hinter der Körpermitte unterbrochen. Schlundzähne zweireihig. Je nach Gewässer ist die Färbung sehr variabel. Rücken meist graugrün. Flanken heller, mit Silberglanz, oft mit dunklen Querbinden und goldglänzendem Längsband. Bauchseite weißlich. Zur Laichzeit ist das Männchen dunkler gefärbt, mit rötlichem Bauch und einem hellen Fleck auf dem Kiemendeckel. Kleiner, lebhafter und sehr anpassungsfähiger Schwarmfisch, der sich meist nahe der Wasseroberfläche aufhält. Länge: 7 bis 10 cm, max. 14 cm (Weibchen). |
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| Blei, Brasse, Breitling. Engl.: Bream; franz.: Breme.
Hochrückiger seitlich stark abgeplatteter Körper. Sehr kleines, fast unterständiges, vorstülpbares Maul; einreihige Schlundzähne. Kleine Augen, deren Durchmesser kleiner als die Schnauzenlänge ist. Fast vollständiges, schleimiges Schuppenkleid. Im Gegensatz zum Karpfen Rückenflosse mit sehr kurzer Basis, dagegen Afterflosse lang und stark eingebuchtet; sie reicht bis an die stark ausgeschnittene Schwanzflosse. Die Brustflosse reicht, zurückgeschlagen bis zum Ansatz der Bauchflosse. Rücken und Oberseite des Kopfes bleigrau bis schwärzlich, manchmal grünlich. Flanken heller mit leichtem Silberglanz bis messingfarben. Bauch weißlich, alle Flossen dunkelgrau. Länge: bis 70cm und 6kg. In stehenden Gewässern wird die Brachse schwerer in Fließgewässern selten über 4kg. |
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Pseudokeilfleckbarbe, Amurbärbling, Bunter Gründling; Engl.: stone moroco, false harlequin, topmouth minnow. Verwechslungsgefahr:
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Wir danken Hrn. DI WIESER Christian für die umfassenden Recherchen.
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| Bauernkarpfen, Blecke, Schneiderkarpfen.
Seitlich stark zusammengedrückter, hochrückiger Körper, ähnlich einer kleinen Karausche. Kurzer, hoher Kopf, aus dem die Augen hervortreten. Endständiges, kleines Maul. Die Seitenlinie endet bei der fünften oder sechsten Flankenschuppe hinter dem Kopf. Rücken graugrün, Flanken silberglänzend mit grünlichem Längsstreifen von der Mitte des Körpers bis zum Ansatz der Schwanzflosse. Rückenflosse grau, die übrigen Flossen rosa. Länge: Durchschnittlich 7 bis 8 cm, selten über 9 cm lang. |
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| Flußbarbe; engl.: Barbel; franz.: Barbeau
Langgestreckter, schlanker, kräftiger Körper mit rundlichem Querschnitt. Rüsselförmig verlängerte, unterständige Schnauze mit wulstigen, fleischigen Lippen. Vier dicke Bartfäden am Rand der Oberlippe. Dreireihige Schlundzähne. Schwanzflosse eingeschnitten. Kurze, hohe Rückenflosse mit sehr kräftigem, am Hinterrand gesägtem, erstem Flossenstrahl. Die mittelgroßen, an der Basis geschwärzten Schuppen werden gegen den Schwanz hin größer. Färbung wechselnd. Rücken graugrün oder olivgrün, die helleren Flanken stahlgrau oder grünlichweiß mit Goldglanz, Bauch grünlichweiß, Kehle weiß. Rücken- und Schwanzflosse graugrün, Brust-, Bauch-, Afterflosse und Unterlappen der Schwanzflosse rötlich getönt. Einzelne Stücke sind stark gelb gefärbt. Länge: Bis 80 cm lang und 8 kg schwer; selten bis 90 cm. |
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| Döbel, Dickkopf, Rohrkarpfen; engl.: Chub; franz.: Chevesne.
Fast drehrunder, langgestreckter, mit harten und großen Schuppen bedeckter Körper; breiter, großer Kopf mit weit gespaltenem, endständigem Maul. Im Gegensatz zu Hasel, Aland und Rotauge deren Afterflosse nach innen eingebuchtet ist, ist die Afterflosse des Döbels leicht nach außen gebogen. Schlundzähne in doppelter Reihe. Rücken und Oberseite des Kopfes schwärzlichgrün oder dunkelbraun mit grünlicher Tönung, Flanken silberhell oder mit gelblichem Schimmer, Kehle und Bauch schmutzigweiß oder gelblich, Wangen und Kiemendeckel mit Goldglanz auf rötlichem Grunde. Durch die am Hinterrand schwarz gesäumten Schuppen entsteht der Eindruck einer netzartigen Zeichnung. Die Rückenflosse und die leicht eingeschnittene Schwanzflosse sind dunkelgrau mit rötlichem oder gelblichem Anflug, die Brustflossen gelblich, die Bauchflossen und die Afterflosse rötlich. Länge: bis 60 cm, ausnahmsweise 70 cm lang und 5 kg schwer. |
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| Engl.: Grayling; franz.: Ombre de riviere, Ombrette.
Langgestreckter, seitlich zusammengedrückter Körper; kleines, zugespitztes, wenig tief gespaltenes Maul, innen mit feinen Hakenzähnchen besetzt. Mittelgroße, silberglänzende, festsitzende Schuppen. Auffallend hohe und lange, regenbogenfarbig gebänderte Rückenflosse (,,Fahne"). Schwanzflosse tief eingeschnitten. Fettflosse. Pupille nicht kreisrund, sondern nach vorn winkelig ausgezogen. ("birnenförmiges" Auge). Der Rücken ist graugrün oder aschgrau (daher der Name ,,Äsche«), die silberweißen bis gelblichen Flanken sind, überwiegend auf der vorderen Körperhälfte, mit spärlichen, kleinen, unregelmäßig verstreuten schwarzen Flecken geschmückt. Auf der Rückenflosse rote, verwaschene Flecken. In der Laichzeit rote und violette Tönung der Flanken. Auch die Schleimschicht der Äsche erinnert in ihrem Geruch an Thymian. Länge: 45 bis 60 cm; selten über 62 cm, durchschnittlich bis 1 1/2 kg. |
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| Große Bodenrenke, Weißfelchen.
Eine größere, tiefer stehende Coregonen - Art des Bodensees und einiger Voralpenseen. Nahe verwandt mit dem Blaufelchen - sehr schwer zu unterscheiden. |
| Aus NO-Europa eingeführt (Madüsee in Pommern), sie reproduziert u.a. im Erlaufsee, Mondsee, Irrsee und Weissensee und ist als eingebürgert zu betrachten. (Dissertation Dr. med. vet. MOGERITSCH Anton Wien)
Laichzeit: November wird bis 10 kg schwer. |
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| Kilch
Schlanker Körper, unterständige Maul. Rückenfärbung blasses bläulichgrün oder oliv; Flanken und Bauch silberweiß, detto Brust- und Bauchflossen. Länge: bis 30 cm |
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| Eine in mittlerer Wassertiefe des Bodensees und anderer Seen lebende kleinere Renkenart. Dem Blaufelchen ähnlich, jedoch Kopf und Augen größer. Färbung meist heller. Maul endständig mit kurzer Schnauze. Schlanker Schwanzstiel. Kleine festsitzende Schuppen. Bauch- und Brustflossen farblos oder gelblich.
Länge: 20 cm, max. 32 cm; bis 300g. |
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| Engl.: Gwyniad, Powan, Shelly; franz.: Lavaret
Schlanker, seitlich etwas zusammengedrückter Körper, dessen größter Umfang fast genau die Hälfte seiner Länge beträgt. Das kleine, unbezahnte, meist endständige, selten etwas unterständige Maul ist zugespitzt. Dünner Schwanzstiel. Zarte, leicht abfallende, silberglänzende Schuppen. Kleine Fettflosse; kleine Augen. Lange, dicht stehende Kiemenreusendornen. Die Rückenflosse ist höher als lang; Schwanzflosse tief eingeschnitten. Rücken und Kopfoberseite bläulichgrün oder hellblau, Flanken silberglänzend, Bauch weiß. Seitenlinie schwärzlich punktiert. Länge: bis 50 cm selten 60 cm; 2 bis 3 kg, selten 4 kg; im Durchschnitt 400g |
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| Rötel, Schwarzreiter, Saibling; engl.: Char oder Charr; franz.: Omble, Saumon salvelin.
In der äußeren Form der Forelle ähnlich. Gestreckter, schlanker Körper; im Alter gedrungen, manchmal plump, sofern der großwüchsigen Form zugehörig. Das stark bezahnte Maul ist bis hinter die großen, bräunlichgelben Augen gespalten. Färbung variierend nach Standort, Alter und Form. Rücken meist graugrün, blaugrün oder bräunlich. Flanken heller mit blaßroten oder weißlichen Tupfen. Jungfische bis zum 3. Lebensjahr tragen dunkle Querbinden. Bauch gelblichweiß, oft orangerot - besonders in der Laichzeit. Die karminroten Brust- und Bauchflossen sowie die Afterflosse sind mit einem weißen Vorderrand gesäumt. Die Bauchflossen stehen unter der Rückenflosse, die Schwanzflosse ist leicht eingeschnitten. Fettflosse; Laichhaken bei alten Männchen. Länge: In Österreich sind drei Formen erfaßt, die sich in ihrem Wachstum unterscheiden: Schwarzreuter eine Zwergrasse überwiegend Planktonfresser bis 25 cm und 100 g. Seesaibling die "Normalform", ernährt sich von Kleintieren der Bodenfauna und des Freiwassers bis 45 cm und ca. 1 kg. Der Wildfangsaibling lebt überwiegend von Fischen; bis 80 cm und bis 10 kg. |
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| Grund-, Schwebforelle, Ferchen; engl.: Great Lake Trout; franz.: Truite de lac.
Die Seeforelle ist eine Unterart der Bachforelle. In der Regel leben Unterarten räumlich getrennt. Gedrungener, walzenförmiger im Alter hochrückiger Körper; großer Kopf, Maul bis hinter die Augen gespalten. Fettflosse. Alte Männchen mit stark nach oben gebogenem Unterkiefer "Laichhaken" Rücken grüngrau bis braungrau, Flanken meist silberhell oder hellgrün mit zahlreichen stern- oder x-förmigen schwarzen Flecken. Keine roten Punkte wie bei der Bachforelle, jedoch mitunter bräunliche oder orangefarbene Flecken. Bauch weißlich, beim Milchner in der Laichzeit oft rötlich. Schwanzflosse in der Jugend eingebuchtet, später gerade. Länge: bis 140 cm; 30 bis 35 kg, selten mehr (Bodensee Netzfänge). |
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| Engl.: Brook Trout; franz.: Saumon de fontaine.
In Europa 1884 aus Amerika eingebürgert. In der äußeren Form der Bachforelle ähnlich, jedoch als Saibling an den hellen Punkten von den Forellen (dunkle Punkte) leicht zu unterscheiden, zusätzlich markante schwarzweiße Einrahmung der Bauch-, Brust- und Afterflossen. Rücken dunkelbraun oder dunkelolivegrün mit hellerer oft bläulichgrüner Marmorierung. Die helleren Flanken mit gelblichen und roten oft bläulich umrandeten Punkten. Zur Laichzeit ist der Milchner am Bauch orangerot. Maul bis hinter die großen bräunlich - gelben Augen gespalten. Pflugscharbein nur vorne an der Platte bezahnt. Länge: max. 45cm und bis 1kg schwer. In Nordamerika bis 5kg. |
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| Huch, Donaulachs, Rotfisch, Rothuchen. Engl.: River Charr; franz.: Saumon huch, Huchon.
Langgestreckter, torpedoförmiger, fast drehrunder Körper. Großer abgeflachter Kopf. Das stark bezahnte Maul ist bis hinter die großen Augen gespalten. Auffallend sind die gut ausgebildeten Riechgruben, es liegt daher nahe, daß der Huchen einen guten Geruchssinn hat. Fettflosse zwischen der Rückenflosse und der leicht ausgeschnittenen Schwanzflosse. Rücken dunkelbräunlich bis grünlichgrau, Flanken mit rötlich kupferfarbener Tönung, besonders ausgeprägt in der Laichzeit und bei kapitalen Fischen. Bauch silbern bis weiß. Kopf und Flanken mit kleinen dunkelgrauen oder schwärzlichen Punkten oder Flecken gesprenkelt. Keine roten Tupfen. Im Gegensatz zur Regenbogenforelle keine schwarzen Punkte auf den Flossen. Mitunter jedoch einige schwarze Flecken auf Rücken- und Schwanzflosse. Länge: Bis 1,8m und 52kg schwer (Donau bei Tulln vor 1900 nach Dr. Heintz Karl). Huchen bis 32kg an der Drau. Heute werden wieder nach intensivem Besatz in der Donau Huchen bis 20kg gefangen ebenso in der Pielach wo der Huchen wieder reproduziert. |
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Auch als Pricke bekannt. Drehrunder, wurmförmiger Körper von etwa Bleistiftstärke. Endständiges, trichterförmiges Saugmaul mit einer Reihe horniger Randzähne; tiefliegende, enge Schlundspalte, dicke mit Hornzähnen besetzte Zunge. An jeder Flanke münden sieben Kiemenlöcher. Die beiden niedrigen, welligen Rückenflossen gehen im Gegensatz zum Flussneunauge ineinander über, ebenso Schwanz- und Afterflosse. Länge: Durchschnittlich 15 bis 20cm; höchstens 30cm |
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Donauneunauge, Flusspricke; engl.: Freshwater Lamprey, Lampern; franz.: Lamproie de riviere Drehrunder lediglich am Schwanz seitlich zusammengedrückter Körper von etwa Daumenstärke. Die wellenförmig geschwungenen Rückenflossen sind nur während der Laichzeit verbunden, sonst knapp getrennt (im Gegensatz zum Bachneunauge). Keine paarigen Flossen, keine Schuppen. Endständiges Saugmaul. Mauloberrand breit mit einem Zahn an jeder Seite; Maulunterrand mit 6-10 Zähnen; Maulscheibe innen und außen bezahnt. Unterlippe mit zusammenhängendem Fleck borstenförmiger Zähne. Rücken dunkelgrün bis tiefschwarz, Flanken heller, Bauch weiß. Länge: bis 50 cm |
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| Ukrainisches Bachneunauge (Eudontomyzon mariae; BERG, 1931)
Bezahnung wie bei Flußneunauge, es fehlen aber die borstenförmigen Zähne der Unterlippe oder, wenn vorhanden, sind sie nicht in einem zusammenhängenden Fleck angeordnet. Länge: ca. 20 cm. |
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| Lange spitze Schnauze, an der Unterseite gekielt, auffällig die langen gefransten Barteln. Am Rücken stehen die Schilder eng beieinander und bilden einen scharfen Kamm mit Haken. Die Seitenschilder decken sich dachziegelartig. Die Brustflosse ist bei diesem kleinsten Stör auffallend groß. Nur in einigen Unterwasserbereichen der Donau noch reproduzierend, vom Aussterben bedroht. Wird vorwiegend durch Besatz gestützt. Weitere Vertreter der Familie sind der Hausen (Huso huso; L., 1758), der Stör (Acipenser sturio; L., 1758), der Waxdick (Acipenser gueldenstaedti; BRANDT, 1833), der Sternhausen (Acipenser stellatus; PALLAS, 1771), der Glattdick (Acipenser nudiventris; LOVETSKY, 1828). Alle Arten sind in der Donau bis zum Eisernen Tor ausgestorben, nur der Sterlet reproduziert in einigen Bereichen der oberen Donau, nach Besatz. Länge:40 bis 60cm, max. 1m Verbreitung: Donau bis Schwarzes Meer, bleibt jedoch zum Unterschied von seinen Verwandten nur im Süßwasser. Laichzeit: Mai bis Juni, die laichreifen Tiere suchen sandig – kiesige Stellen auf. Die Eier 11.000 bis 140.000 Stück werden im Kies abgelegt. Nach ca. 4 bis 5 Tagen schlüpfen die jungen Larven. Geschlechtsreife der Milchner im 4. bis 5. Jahr, die Rogner werden erst im 5. bis 9.Jahr geschlechtsreif. |
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| Fore, Ferchen, Steinforelle, "Rotgetupfte"; engl.: Brown trout; franz.: Truite fario, Truite de riviere.
Langgestreckter spindelförmiger seitlich etwas zusammengedrückter Körper, der eher gedrungen als schlank wirkt. Das stumpfe bis hinter die Augen gespaltene Maul ist mit zahlreichen leicht gekrümmten Zähnen bewehrt, die sich auch auf dem Gaumenbein, Zungenknochen und Pflugscharbein (Vomer) befinden. Große bernsteinfarbige Augen. Zwischen Rücken- und Schwanzflosse kleine olivfarbene am oberen Rand oft rot gefärbte Fettflosse ohne Flossenstrahlen - das typische Merkmal der Salmoniden. Färbung je nach Standort stark wechselnd; Rücken dunkelolivegrün oder dunkelbräunlich. Flanken silbrig oder goldgelb, manchmal auch dunkelbraun bis schwärzlich; mit unregelmäßig verteilten schwarzen und roten Tupfen (Jungfische im ersten Lebensjahr ohne rote Tupfen). Im Gegensatz zur Regenbogenforelle keine Tupfen in der Schwanzflosse. Die zarten dachziegelförmigen Schuppen bedecken den ganzen Körper mit Ausnahme des Kopfes. Auch die Schleimschicht der Bachforelle erinnert in ihrem Geruch an Thymian. Länge: In Bächen bis 60cm und 2kg; in großen Flüssen über 5kg in seltenen Fällen auch schwerer. Die zwergwüchsige Bachforelle der kalten Gebirgsbäche (Steinforellen) bleibt meist kleiner bis max. 40cm und 3/4kg schwer. |
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